Victoria
End of Life

Einst gab es einen jungen Mann, geplagt von Depressionen. Er war erfolglos in der Liebe, in der Arbeit, in der Freundschaft, in allem nur Erdenklichen. Schon sein ganzes Leben lang.

Täglich mit dem Entschluss sich noch am selbigen Tage zu töten, aber zu mutlos es dann doch zu tun. Wegen der Angst danach und der Angst des Schmerzes. Sein Leben war sinnlos, schmerzvoll und für ihn unbegreiflich. Warum musste er das alles aushalten, warum konnte nicht auch er endlich den Sinn oder den Genuß des Lebens verspüren? Es war ihm ein Rätsel, ein qualvolles.

Täglich war der Drang größer, seinem Dasein ein Ende zu setzen.

Doch es geschah, an einem unbedeutendem Tag, dass der Mann eine Frau kennenlernte. Sein komplettes Gegenteil. Aber er liebte sie, er liebte sie auf dem ersten Blick. Sie besaß alles, was er sich immer wünschte. Und obwohl er sie nur kurz kannte, gerade mal einen Tag, genoß er diese Zeit, er fühlte sich geborgen, ja fast schon geliebt.

Es war der schönste und wundervollste Tag in seinem Leben. Zum ersten Male fühlte er sich als ein Teil des Ganzen, dazugehörig.

Noch am selben Tag nahm er sein Leben...

Warum?

5.12.06 20:51
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ned (6.12.06 19:24)
Sehr schön.. Mehr weiß ich dazu nicht zu sagen, und ich denke gerade wirklich über das "Warum" nach, das kannst mir glauben. Vielleicht.. Weil er keine Angst mehr hat? Wäre doch denkbar, oder..? Auf jeden Fall sehr schön geschrieben, ich werde weiter darüber nachdenken, auch über die Sache mit dem Grab, von welcher du in deinem Eintrag davor geschrieben hast. Mach schön weiter so. -Ned.

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